Kirgisistan 2006

3 Monate in Kirgisistan

Shopping (Einkaufen)

Da ich eigentlich noch nie über die Basare geschrieben habe, und das ist es ja eigentlich, was es in (West-)Europa nicht gibt, schreibe ich heute mal übers Einkaufen allgemein. Also Basar und das Kaufhaus.

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Nudelmann auf dem Osch-Mark

Der Basar

Der Basar war und ist (aber wie lange noch?) das Warenhaus in Kirgisistan. Hier gibt es alles, vom Nagel bis zum Plasmafernseher. Ebenfalls werden alle möglichen Dienstleistungen angeboten. So gibt es sozusagen für alles eine Ecke bzw. eine Halle. Es gibt die Gewürzhalle, die Fleischhalle (ungekühlt), die Obsthalle, den Keksgang, den Zigarettenkeller und sogar die Medikamentenstraße. An Dienstleistungen sind die Schuhreparaturecke und der Wahrsagerweg besonders zu erwähnen. Die Preise sind auf dem Basar ungeschlagen, aber ob das dann auch für das Preis-Leistungs-Verhältnis gilt? Nicht wirklich! Vor allem Kleidung und Schuhe sind billig, halten dann aber auch nur 3 Monate. Somit gehen wir eher als Unterhaltung auf dem Basar und nicht wirklich, um da was zu kaufen. Aber meinen Teppich hole ich da vielleicht noch…

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Der ungeuebte sucht den Eingang vergebens

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Links der Plasmafernseher, Rechts der Heimtrainer

Der Unterhaltungswert liegt in den Farben, den Menschen und den strangen Dingen, die es halt in Deutschland nicht mehr gibt, wie eben die Medikamente. Wer würde die gute Aspirin aus China oder vielleicht auch „ernsthafte Medikamente“ unten beim Straßenhändler kaufen? Leider existiert hier dafür noch ein Markt. Auch die Klassiker sind zu finden: Die Sonnenbrillen, die gebrannten CDs (1,50 Euro für alle Alben eines Künstlers) und die Turnschuhe. Nur an Mode gibt es nur Dolce und Gabana (was ist los in China?) und somit rennt jeder in Bischkek damit rum.

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Das Klischeebild – kein Klischee

Dadurch das es jeden Tag auf dem Basar brechend voll ist, hat man den Vorteil das man als Ausländer ich Ruhe gelassen wird, weil es genug andere Kunden gibt. Somit es der Basar fasst stressfreier als…

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Die Apotheke der Strasse

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Der Underground – Top Secret – Illegale – KEKSKELLER

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Let’s gamble Dewuschka!

Das Kaufhaus

1.jpg2.jpgDas Kaufhaus ist der Basar auf höherem Niveau. Es gibt noch kein Riesengeschäft mit allem sondern das ist ein Einkaufszentrum mit kleinen Parzellen. Es ist im Allgemeinen ziemlich ruhig, weil es hier eben die teureren Sachen gibt und man schon ein bisschen mehr verdienen muss, um hier regelmäßig einzukaufen. Der einigermassen gut ausgestattete Europäer kommt in diesen Gefilden auf der Schnäppchenjagd voll auf seine Kosten. Es gibt alles vom überteuerten Schund bis zu den besagten Schnäppchen und vor allem hochwertige Markenpiraterie. Da diese Läden überproportional von ausländischen Touristen besucht werden, gibt es auch in jedem Kaufhaus eine Souvenier-Ecke. Und die ist echt anstrengend. Nix mit ruhigen Schauen, Abwägen „kauf ich es oder lass ich es.“ Die Verkäufer stürzen sich auf einen und wollen einem alles andrehen. Dann lässt man sich was zeigen und nimmt es dann doch nicht und schon ist man unten durch. Originalzitat, nachdem ich was nicht genommen habe: „Ey, why don’t you buy?“. Man will das sagen: „Weil es hässlich und teuer ist!“, aber man ist ja höflich. Somit auch ein Tipp, den ich hier jedem sage: Die Marktlücke schlechthin: „Gute Souvenirs!!!“

Ansonsten sind die Verkäufer aber nett. Sie wollen einem nicht das Geld aus der Tasche ziehen. Ich wollte eine DVD kaufen, die ich bei dem Händler für 350 Som in Regal sah. Als ich die haben wollte, sagte der: „No, no, no – das ist Original, ich habe die auch als Kopie, Same Quality, 200 Som“. Ist doch nett oder? Ich habe dann doch das Original genommen. Nur mit dem Handeln ist es schwierig. Da alles meist schon einen Discount hat , ist der Preis fix. Um die North Face Jacke meiner Wahl zum „guten Preis“ (das heißt 8 Euro billiger, ich Geizhals) zu bekommen, brauchte ich schon 3 Anläufe an 3 verschiedenen Tagen, weil der Preis von Tag zu Tag und von Person zu Person für ein und dasselbe Produkt sehr stark variiert. Damit meine ich die Variation von 19 oder 20 Prozent des Preises in Deutschland (Geizhals nochmal!). Und deshalb noch eine Frage: Woran erkennt man deshalb die Ausländer in Bischkek?

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Der Vollstaendigkeit halber – das normale Kaufhaus

An den North Face Jacken.

Mittwoch, 22. November 2006 - Verfasst von m | Allgemein | | 4 Kommentare

4 Kommentare »

  1. Jaaa, so sehen unsere „Kaufhäuser“ aus. Was können wir anders machen? Wir sind immer glücklich, dass wir die preisgünstige Waren aus China kaufen können. Alles ist unter einem Dach: Die Apotheke, das Lebensmittelgeschäft „Aldi“, „Saturn“, „h&m“ ;)
    Aber keine Angst, es gibt auch ganz normale Kaufhäuser. Die sind zwar nicht auf dem Foto!

    Kommentar von Farida | Donnerstag, 11. Januar 2007 | Antworten

  2. Hallo Leute,

    vielleicht könnt ihr mir weiter helfen!!!Ich fange im November ein Praktikum in Bishkek an und brauche dringend eine Unterkunft für drei Monate? Würde mich über jeden Vorschlag freuen.

    Lg Ira

    Kommentar von Irena | Freitag, 10. August 2007 | Antworten

  3. Hei Marian,
    ich finde du hast einen sehr guten Sinn für Humor. also wirklich, die Kommentare sind hinreißen, zum Ablachen.
    Ich bin auch in Leipzig grade, zum Studium. Nächstes Jahr fliege ich hoffentlich glücklich nach Hause, nach Kirgistan. Tolle Bilder ei, wirklich sehr schöne Seite.

    Kommentar von Sarina | Dienstag, 30. September 2008 | Antworten

  4. So ist dass bei uns Leben. Nicht alle können leisten kaufen was im Bazar gibt es.

    Kommentar von aigerim | Samstag, 25. Oktober 2008 | Antworten


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