Kirgisistan 2006

3 Monate in Kirgisistan

Leipzig – Bischkek (16h 10min)

Wo fange ich an. Mit einer guten und einer schlechten Nachricht. Die schlechte zuerst: Mein Zug, Dreieinhalb-Stunden-Super-Bahncard-Spar-Nahverkehr-Ticket, in Leipzig (zum Flughafen in Berlin) hatte 50(!) Minuten Verspätung. Ich hätte meinen Flieger sicherlich trotzdem noch bekommen, aber ich bin mal entspannt zur Servicepoint-Tante gegangen und fragte, wie ich denn jetzt meinen Flieger bekommen sollte, zu dem Preis! OK, Sie wollte nur kurz meine Flugtickets sehen (ich sah wahrscheinlich nicht vertrauenswürdig genug aus) aber um zur guten Nachricht überzuleiten, dann wurde aus oben genannten (DSSBSN-Ticket) ein ICE-Eine-Stunde-Nach-Berlin Ticket und das für lau. Also Daumen hoch für die Bahn.

Doch eigentlich kommt jetzt noch eine schlecht Nachricht: Ich war nun auf einmal viel zu früh am Flighafen in Berlin. Meine Forderung gleich zu Beginn: Baut diesen Großflughafen!!! Ich komme nun aus dem Dorf Leipzig, dessen Flughafen ganz passabel ist, eben so wie man sich einen mittelgroßen Flughafen vorstellt, in die HAUPTSTADT Berlin 5 mal größer als Leipzig und was sehe ich: Nix! Leere Wartehallen, 4 Miniterminals und 2 Flüge bis 6 Uhr (Mein Flug ging um 1 und ich war 22 Uhr am Ort). Wenigstens hatte so ne Art Cafeteria auf wo ich wenigstens ein 0,4 Hasseröder für kapitalistische 3 Euro bekam.

Die erste Station war Moskau und so warteten, viele Brüder und Schwestern aus Russland mit in der Halle. Hier kann ich nur sagen, die Mutti hat auf jeden Fall die Hosen an, was das Organisatorische betrifft. Zum Flug an sich gibt es nichts groß zu sagen, außer das der 2,5 Stunden geht (also von um 1 bis 3:30Uhr in der Nacht) und man zu dieser Zeit hundemüde ist und schlafen will. Die Stewardessen schaffen es aber, dass das Essen und Trinken mit servieren, futtern und abräumen bis genau 3:10 dauert, dann wird für 5 Minuten das Licht „zum schlafen“ ausgemacht und um 3:15, wenn man nach 3 Minuten Einschlafphase direkt in den Tiefschlaf fällt, wird wieder auf volle Kanne gestellt und der Pilot wünscht einen Guten Morgen (es ist ja nun schon 5:15 russischer Zeit) und bittet zur Landung.

So dann ist man also im Moskauer Flughafen und will nur noch pennen. Hier wird man aber schon mal auf die asiatische Gemütlichkeit eingestimmt und darf warten. Eigentlich aber nur, weil die Dame am Transitschalter meinte, dass der Computer ein bisschen streikt. Aber Glück im Unglück (DANKE ALPHABET) waren wir die 2. Gruppe die abgefertigt wurde (verstehste? B wie Bischkek). Also waren wir recht schnell im Wartebereich, der ein einziger Duty Free Shop ist. Wir fanden dann trotzdem Bänke und konnten halbwegs schlafen.

berge ausm flieger

Der Weiterflug mit der guten alten TU154 war dann fast noch ein wenig angenehmer, weil er 4 Stunden dauerte, man also doch schon schlafen konnte und die Maschine nur etwas halb voll war, man also eine Reihe für sich hatte. Der Pilot klang auch wie ein russischer Märchenonkel und so hörte man schmunzelnd seinen Ansagen. In Bischkek angekommen warteten 4 Beamte auf uns die uns gleichzeitig abstempelten und es gab bei keinen ein Problem. Also ein zweites „Daumen hoch“ für die kirgisischen Zollbeamten. Gepäck war auch da! Was will man mehr. Also, schaun ma mal…

Dienstag, 5. September 2006 - Verfasst von m | Reisen | | 2 Kommentare

2 Kommentare »

  1. Hej Marian! Oder besser CZESC und WITAM aus dem schönen Gdansk, wo ich gerade weile. Schön, dass das Bloggen erfunden wurde! In meiner Unterkunft funktioniert das Internet auch ohne Deine Netzkarte supergut, da ich mir (leider) einen neuen Laptop zulegen musste, der mit allem Pipapo ausgestattet ist. Und weil Vorurteile so schön sind, habe ich auch gleich ein Notebook-Schloss fürs Tischbein mitgebracht. Kannst Du nach Deinem Ausflug ins Polnische überhaupt noch Russisch? Viele Grüße, Anja

    Kommentar von Anja Radon | Sonntag, 17. September 2006 | Antworten

  2. „Warten auf dem Flughafen“ – darin haben wir doch damals in Heraklion einen Meistertitel errungen :-)

    Kommentar von Christian G. | Mittwoch, 27. Dezember 2006 | Antworten


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